prym.ergonomics – Test stricken – Teil 2 / Jackennadeln

Jackennadeln sind vermutlich die ursprünglichsten Stricknadeln.

Meist 40 cm lang und am Ende mit einem Stopper versehen, damit die Maschen gehalten werden. Inzwischen bei uns größtenteils von Rundstricknadeln abgelöst, werden sie in anderen Ländern weitaus häufiger verwendet. Der Grund das Strickende eher zur Rundstricknadel greifen liegt vermutlich darin, dass die Handgelenke beim Stricken mit Jackennadeln stärker belastet sind. Das Gewicht des Strickstückes liegt direkt auf den Nadeln, während die Rundstricknadel durch ihr flexibles Seil das Strickwerk auffängt.



 Für mich eine interessante Erfahrung zu den Ursprüngen dieser Handarbeit, denn Jackennadeln gibt es in meinen Vorräten bisher nicht. Um so schöner sie jetzt einmal auszuprobieren.

Im ersten Teil meines Tests habe ich bereits ein paar Eckdaten zu den neuen Prym Nadeln genannt, sowie erste Eindrücke beschrieben. Heute möchte ich etwas gezielter darüber sprechen, wie ich mit den Nadeln zu recht gekommen bin.

Gestrickt habe ich ein dickes Dreieckstuch, aus einem weichen Merino Garn von Lana Grossa. Merino Air ist ähnlich der Lala Berlin Cosy, welche ich für den pinken Schal verwendet habe.

Nun ist ein Tuch keine Jacke, Pulli, oder gar Größeres. Das Gewicht auf den Nadeln hielt sich somit in Grenzen. Ich kam mit diesen Stricknadeln trotz der starren Form sehr gut zurecht. Das Material, ein High Performance Kunststoff, ist leicht und etwas biegsam. So entstand scheinbar kein zusätzliches Gewicht, als das eigentliche Strickwerk.

Wer mit Jackennadeln arbeitet, wird dies sicher als positiv empfinden. 



Die neuartigen Spitzen sorgen erst einmal für Skepsis. Durch den kleinen Tropfen am Nadel Ende, wird statt mit spitzer Nadel mit stumpfen Spitzen gestrickt. Das ist anfangs gewöhnungsbedürftig und eine ganz eigene Art zu stricken. Trotzdem laufen die Maschen flüssig über die Nadeln.

 Das Tuch ist in rechten und linken Maschen gearbeitet, was mit den tropfenförmigen Spitzen prima klappte. Es lässt sich sehr schön in die Maschen einstechen und sie rutschten nicht so leicht von der Nadel herunter. Für Anfänger sehe ich da einen wesentlichen Vorteil.



Ein wirklich durchdachtes Highlight dieser Jackennadeln sind die Clickheads Enden. Stopper für die Maschen beim Stricken und Sicherung der Maschen während der Aufbewahrung. Das System funktioniert gut, es ging keine Masche verloren. Ist der Verschluss richtig eingeklinkt halten die Nadeln zusammen, selbst wenn an der oberen Nadel mal gezogen wird.


Eines ist mir sehr schnell aufgefallen, denn ich habe ein dunkles Garn verarbeitet. Das so schön glänzende Weiß bleibt nicht erhalten. Die Jackennadeln wurden sehr schnell grau. Auch der Aufdruck mit der Nadelstärke wird mit der Zeit verblassen. Man kennt das von anderen Nadel auch, sodass ich dies nicht als Kritikpunkt sehe.

Über optische Schönheitsfehler muss jeder für sich entscheiden, wie wichtig sie einem sind. 


Mein Fazit: Diese Stricknadeln sind durchaus eine Alternative zu herkömmlichen Nadeln aus Holz oder Metall. Einen Vorteil sehe ich ganz klar beim Gewicht. Das Zusammenklicken der Ende erfordert kein zusätzliches Sichern. Die Nadeln fühlen sich angenehm an, natürlich, haben eine gute Haptik. Das Nachschieben der Maschen während des Strickens geht leicht und zügig. Wer also Jackennadeln verwendet sollte die Prym.ergonomics ausprobieren.


Strickt Ihr mit Jackennadeln, oder greift auch Ihr eher zur Rundnadel?

Im nächsten Test werde ich Euch das Nadelspiel vorstellen. Ich stricke damit gerade die passende Mütze zu dem neuen Tuch. Ist das Set fertig gibt es selbstverständlich mehr Fotos und einen eigenen Beitrag dazu.



Ich bedanke mich herzlich bei der Zeitschrift The Knitter aus dem OZ Verlag und der Firma Prym Consumer, für den Test und das Bereitstellen der Nadeln. 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stricken.

 

StrickFisch

Ich bin Sandra, schreibe für diesen Blog. StrickFisch zeigt einen bunten Cocktail aus Strickwerk, handgefertigt und größtenteils selbst von mir entworfen. Schön das Du da bist.

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