prym.ergonomics – Test stricken – Teil 3 / das Nadelspiel

Halten die Prym.Ergonomics was sie versprechen?

Im November las ich in der Zeitschrift The Knitter eine Anzeige, in der nach Teststrickerinnen gesucht wurde. Kurzerhand bewarb ich mich dafür und hatte das Glück unter den Testerinnen sein zu dürfen.

Als mich das Päckchen mit den Nadeln erreichte war ich eher skeptisch, aber sehr neugierig. Meine ersten Eindrücke zu den Nadeln und einige Grundinformationen konntet Ihr bereits hier nachlesen. Auch zu den Jackennadeln gibt es im Blog einen Beitrag. Heute geht es um das Nadelspiel.



Die Jackennadeln zauberten mir ein neues Tuch. Eine passende Mütze bot sich da geradezu an, gestrickt mit dem Spiel. Ganz bewusst sollte das Muster nicht nur aus rechten und linken Maschen bestehen, denn diese hatte ich bereits mit den Jackennadeln gestrickt. Dabei ließen sich die neuen Prym.Ergonomics sehr leicht und schnell arbeiten.

Die Mütze ist in einem zweifarbiges Umschlagmuster gestrickt. Beim Überheben der Umschlagmaschen sollte die Nadelspitze problemlos in die Masche gestochen werden können ohne diese zu verlieren. Normalerweise greife ich bei derart Mustern zu einer sehr spitzen Stricknadel (Lacespitze). 



 Die neue Nadelspitze „hook tips“ genannt, meisterte diese Prüfung mit Bravour. Anfangs gewöhnungsbedürftig, denn ich musste erst die ideale Stelle zum Einstechen finden. Nach einigen Reihen konnte ich flüssig abstricken. Den Tropfen empfand ich bei diesem Muster sogar von Vorteil, da die Umschlagmasche beim Überheben nicht mehr von der Spitze rutschen konnte. Ich war wirklich überrascht, wie gut das Muster mir diesen Nadeln funktioniert hat. Das Maschenbild ist gleichmässig und auch die Abnahme hat gut geklappt.



Die Nadeln sind leicht, leise und flexibel, fühlen sich trotz Kunststoff angenehm und natürlich an. Auch die Haptik hat mich überzeugt. Die Form der Nadel ist ebenfalls neu. Nach der Spitze ist der Nadelkörper rund um die Masche zu formen, anschließend wird er dreieckig um den Reibungswiderstand gering zu halten. Beim Stricken fiel mir auf, dass sich die Maschen einfacher über die Nadel schieben ließen. Auch das nahezu geräuschlose stricken finde ich positiv, gerade wenn in Gesellschaft gestrickt wird und man sich dabei unterhält. 

Ein sehr persönlicher Vorteil dieses Nadelspiels, ist die Unempfindlichkeit der Nadeln. Mir fallen leider immer mal wieder die Stricknadeln runter. 🙁  Was zur Folge hat, dass die Spitzen anschließend stumpf sind, oder gar gesplittet. Das kann hier nicht passieren. 



Fazit:

Bis auf die Verfärbungen bei den Jackennadeln, aufgrund des verwendeten dunklen Garnes und das mit der Zeit verschwinden des Druckes, kann ich nichts nachteiliges über diese Nadeln sagen. Es sind kleine Schönheitsfehler, die den Strickvorgang nicht beeinträchtigen. Die Stricknadeln, besonders das Nadelspiel sind auf jeden Fall einen Versuch wert.

Ich würde sie vor allem Strickanfängern empfehlen, aber auch geübte Stricker werden daran Freude haben. In der Regel besitzen wir Strickbegeisterte jede Menge Stricknadeln, für viele unterschiedliche Projekte.

Die glatten Garne ließen sich am besten mit diesen Nadeln stricken. Die flauschigen Lacegarne liefen etwas schwerer über die Nadeln, aber mit was Übung klappt auch das.

Daher würde ich sie als Allrounder bezeichnen. Für mich werden es nicht die letzten Prym.Ergonomics sein.



Mein Dank geht an den OZ Verlag und die Zeitschrift The Knitter, sowie an die Firma Prym für das Bereitstellen der Nadeln.

Probiert die Nadeln aus, oder habt Ihr sie sogar schon in Gebrauch?  Viel Spaß damit wünscht Euch

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