„Je schlichter das Muster, desto wichtiger der Rahmen.“
Warum ich beim Stricken von Accessoires zuerst über den Rand nachdenke.
Bei mir entsteht tatsächlich zuerst der Rand. Noch bevor ich mich endgültig für ein Muster entschieden habe, denke ich über die Einfassung nach.
Dabei geht es mir nicht allein um die Ordnung. Es geht darum, wie ein Rand das Muster und das Gesamtbild beeinflusst.
Bild mit Rahmen
Ein schönes Bild hängt selten ohne Rahmen an der Wand. Dieser bewusste Rand entscheidet, wie wir es betrachten. Er hält es zusammen, gibt ihm Ruhe und lenkt den Blick auf das Wesentliche.
Ganz ähnlich sehe ich das beim Stricken. Für meine Tücher und Schals wünsche ich mir genau diesen Effekt. Der Rand ist für mich demnach nicht nur ein sauberer Abschluss. Er schenkt Ruhe und gibt Halt.
Feine Muster, klarer Rahmen
Ein ruhiges Muster braucht Halt. Rahmst du es ein, wirkt es komplett und wertig.
Dagegen braucht ein Muster, das von sich aus die Aufmerksamkeit auf sich zieht, keinen zusätzlichen Rahmen, der von ihm ablenkt. Oft genügt ein schlichter I-Cord oder Kettrand.
Eines ist mir jedoch stets wichtig. Eine saubere Kante für jedes Strickstück.
Und mein innerer Monk?
Der ist zufrieden. Solange die Kante sauber ist und das Muster seinen Rahmen hat, ist meine Strickwelt in Ordnung.
Schaust du beim nächsten Accessoire mit anderen Augen auf den Rand?
Hab ganz viel Freude beim Stricken und genieße den Strickmoment.