Zufallsprojekt Patenmuster Schal stricken
Ich freue mich schon sehr darauf, im kommenden Herbst/Winter, diesen Schal tragen zu können. Neben dem Tweedschal wird dies wohl einer meiner Lieblinge werden. Da man im Grunde nie genug dieser Accessoires haben kann, ist es immer wieder schön einen neuen Schal zu stricken. Schon während der Arbeit verfiel ich in einen regelrechten Flauschrausch. Warum…?? erzähle ich Dir.

Pudertöne und rauchige Nuancen
Ungern verstricke ich unterschiedliche Hersteller miteinander. Ich bilde mir ein, dass Garne eines Fabrikates wie eine Familie sind. Die Farben aufeinander abgestimmt, die Ausgangsmaterialien harmonisch. ????
Nun gut…, dieser Patentmuster Schal zeigt, dass dies tatsächlich Unfug ist. Die Farben harmonieren hier ganz wunderbar miteinander und die zwei Garne bilden zusammen einen tollen Effekt. Zudem ist diese Garnkombination unglaublich weich und flauschig.

Kombiniert ist hier eine Alpaka/Seide Mischung der Firma Sandnes, mit einem Mohairgarn von Lana Grossa. Das verwendetet Sandnes Garn hatte ich seinerzeit (online) als Farbmuster bestellt, da ich es bereits mehrfach, in ganz unterschiedlichen Farben verstrickt habe. Schau hier
Silkhair Lusso von Lana Grossa ist mir beim Stöbern im Einzelhandel begegnet. Der Faden wirkte so zart und dezent. Einzeln verarbeitet, traf das Garn leider nicht meinen Geschmack. Der Glitzerfaden war mir zu präsent. In Kombination dagegen, rückt der Glanz in den Hintergrund und erzeugt einen dezenten, aber dennoch besonderen Effekt.
Für diesen Schal reicht je Farbe und Qualität nur ein Knäul aus. (Siehe Bild oben)

Warum Patentmuster?
Mein Schal sollte zwei identische Seiten besitzen. Dem Garnmix wollte ich dabei keinesfalls seine Wirkung nehmen. Also sollte es ein klassisches Muster sein, zeitlos und universell. Patentmuster lassen sich nahezu mit jedem Garn umsetzten und passen sowohl zu schicker Garderobe wie auch zu Jeans.
Wie ein Patentmuster gearbeitet wird erfährst Du hier.

Ein Mini-Rollrand am Beginn und Ende des Schals.
TIPP: Wird Anfang und Ende eines Schals mit einer Nadelstärke kleiner gestrickt, leiert die Kante später nicht aus. Ein ähnlicher Effekt entsteht, wenn ein Bündchen gearbeitet wird.
Patentmuster können sowohl locker, als auch fest gestrickt werden. Je nach verwendetem Garn wir das Gestrick bei kleiner Nadelstärke eher dick und kompakt. Etwas mehr Leichtigkeit erhält das Muster mit lockeren Maschen und einer größeren Nadelnstärke.
Der rauchige Effekt entsteht durch das Zusammenstricken beider Qualitäten. (Sandnes/Silkhair) Die hellen Farben sind im Ursprung fast identisch, der dunkle Ton wiederum hat sich durch den doppelten Faden verändert. Da beide Garne eine ähnliche Lauflänge besitzen bleibt kaum ein Rest übrig.
(Aufgrund meiner vorherigen Lusso Maschen- und Musterprobe ging hier, bei der letzten Farbe, die Länge nicht ganz auf.)

Die Farbübergänge sind bei meinem Schal durch Streifen eingeleitet worden, was aber nicht zwingend notwendig ist. Ihr könnt die drei Farben auch einfach nacheinander stricken. Wer Streifen einarbeiten möchte, sollte nachfolgenden Tip beherzigen, um die richtige Garnmenge hierfür zu ermitteln.
TIPP : Wiege Dein Knäul, z.B. mit einer Küchenwaage, bevor Du mit dem Stricken der Streifen beginnst und notiere Dir das Gewicht. Stricke nun eine Hin- und Rückreihe und notiere erneut. Nun weißt Du, wie viel Gramm für einen einfachen Streifen, bestehend aus Hin- und Rückreihe, benötigt wird.

Ich wünsche Dir viel Spaß mit diesem Strickstück und zeige schon bald weitere Accessoires im Patentmuster. Die Monatsmaschen haben es bereits verraten, der Oktober gehört diesem klassischen Muster.

Überarbeitet 11/2019