h+h 2018 – „Lass die Garne sprechen“

Schöne Garne machen glücklich

Mir ist bewusst, das Schön stets im Auge des Betrachters liegt. Doch gehe ich davon aus, dass uns Strickenden beim Anblick weicher Wolle, hübscher Stricknadeln oder praktisch bis niedlichen Zubehör ein ähnliches Gefühl übermannt.

So ist die h+h Cologne, internationale Fachmesse für Handarbeit und Hobby, bei uns Bloggern sehr beliebt. Sie biete uns die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Branche zu schauen, Firmen persönlich kennen zu lernen und neue Trends noch vor der laufenden Saison zu kennen. So ist es uns möglich, Euch auf dem Laufenden zu halten, oder mit frischen Ideen zu versorgen.



Im vergangenen Jahr führte mich ein spontaner Impuls zur h+h nach Köln. Den Blogartikel dazu findet Ihr hier. In diesem Jahr durfte ich einer Einladung der Initiative Handarbeit folgen, die außerdem ein Bloggertreffen vor Ort bereit hielt.

Während ich 2017 gezielt die Stände der Firmen ansteuerte, die mir bekannt waren und deren Garne ich zu jenem Zeitpunkt hauptsächlich verstrickte, so sind mir durchaus die kleinen, oft sehr liebevoll gestalteten Stände nicht entgangen. Sie sollten in diesem Jahr Augenmerk meines Besuches sein. Wer meine Seiten verfolgt, weiß wie sehr ich außergewöhnliche und hochwertige Garne mag. Das mich die Geschichte dahinter interessiert, sowie das Konzept des Anbieters.



In diesem Jahr habe ich bewusst zwei Tage für die h+h Messe eingeplant und hatte somit ausreichend Zeit zum stöbern. Bevor ich Euch jetzt mehr darüber verrate, seht einige meiner Eindrücke von ersten Messetag.



Schlichte, klassische Designs, lässiger Grobstrick, Effektgarne und warme, intensive Farben die durch Naturtöne unterstrichen und in Szene gesetzt werden. So möchte ich die neuen Stricktrends kurz zusammenfassen. Um Euch einen Eindruck davon zu vermitteln gibt es hier meine Highlights der Modenschau.



„Lasst die Garne sprechen“

Diesen Satz nehme ich von der diesjährigen h+h mit.

Erfreut war ich darüber, den portugiesischen Hersteller Rosarios4 zu treffen.

Vorgestellt habe ich Euch diese Firma im letzten Herbst, als das Kinderset Len &. Lina entstand. Das verwendete Garn Belmonte, ein Gemisch aus organischer Merinowolle und organischer Baumwolle, hatte mich bereits damals überzeugt. Rosarios4 hat eine grosse Auswahl an Planzenfasern im Sortiment, die z.B. Allergikern oder Veganern interessante Alternativen zu tierischem Strickgarn bieten.




Auch die Firma Pascuali, die übrigens Rosarios4 exklusiv in Deutschland vertreibt, bot erneut sehr besondere Garne an. In kleinen Holzschalen „angerichtet“, konnten jegliche Qualitäten probegestrickt werden. Es wird mir tatsächlich schwer fallen mich unter den vielen Neuheiten für ein erstes Projektgarn zu entscheiden.



Am Stand von Pascuali’s hatte ich gleich am Freitag eine tolle Begegnung. Plötzlich stand dort jemand und trug den Tweedschal aus meinem ersten Knitalong vom letzten Sommer um den Hals. Ich musste zweimal hinsehen, denn sich in vier großen Hallen über den Weg zu laufen ist purer Zufall.

 

Von besonders weich und edel zu sportlich, rustikal.

Die Isländerin Agusta Jonsdottir von gusta.is verbindet traditionelle isländische Wolle mit Alpaka. So bleibt der charakteristische Charme der Islandwolle erhalten. Der Alpakaanteil sorgt dabei für mehr Komfort. Sie zeigt schlichte, sportive Accessoires mit isländischem Charme. Bei unserem Gespräch viel schnell auf, dass es Gemeinsamkeiten gibt. So haben wir beispielsweise für unsere Mützen dasselbe Muster und eine ganz ähnliche Form verwendet. Wie sich dieses Garn verarbeiten lässt verrate ich Euch, sobald ein passende Projekt entwickelt ist.



Ein weiteres regionales Unternehmen ist baa ram ewe aus Yorkshire. Auch hier steht die Tradition im Vordergrund. Die angebotenen Garne eignen sich für die unterschiedlichsten Strickwerke und sind bereits in Deutschland erhältlich.



Sehr beeindruckt…

…hat mich June Cashmere. Die Firmenphilosophie erinnert mich an das Mirasol-Projekt, ich hatte hier darüber berichtet.

June Cashmere legt den Fokus auf ein wertvolles Zusammenspiel aller Beteiligten. Die Rohwolle stammt auf Kirgisistan, da die dort heimischen Kaschmirziegen aufgrund des harten Klimas, ein besonders weiches, warmes und flaumiges Fell besitzen.



June Cashmere investiert gezielt in die Gemeinden, in denen der Kaschmir gesammelt wird und unterstützt so die Gemeinschaft der Bauern.

„Wir glauben, dass, wenn ein Unternehmen bewusst darauf abzielt, allen Beteiligten zu helfen, erstaunliche Dinge passieren….“ So June Cashmere. Diese Einstellung imponiert mir.

Ich freue mich sehr darüber, dass mir für einen Test drei Stränge dieses besonderen Garnes zur Verfügung gestellt wurden, die natürlich bereits gewickelt und angestrickt sind. Ihr dürft also gespannt sein.



Es gibt noch so viele Dinge von denen ich Euch gern erzählen möchte, doch glaube ich, dass dies heute den Rahmen sprengen würde.

Doch ans Herz legen möchte ich Euch unbedingt den Beitrag von Julia. Ihr Artikel bietete einen sehr informativen Querschnitt von der Messe, sowie den aktuellen Trends.


💕 – lichen Dank

Mein Dank geht an die Initiative Handarbeit für die Einladung und die tolle Organisation des Bloggertreffens. Es war wunderbar vielen Blogger Kollegen und Kolleginnen persönlich zu begegnen, bzw. sie wieder zu treffen.

Außerdem möchte ich dem OZ-Verlag danken, der am Freitag Abend zur Standparty geladen hatte und uns somit einen anstrengenden Messetag hat entspannt ausklingen lassen.

Ggh und Rebekka möchte ich ebenfalls Danke sagen, die mir zusätzliche Tickets für die h+h bereit gestellt haben.

….und ganz zum Schluss auch der lieben Bettina, die meine fehlenden Englischkenntnisse ausgeglichen hat. Ich danke Dir sehr.

Bis ganz bald 

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